Zwei-Komponenten-Wasserpflege aus Finnland

MyWater: Whirlpoolpflege ohne Chlorgeruch – und ohne Biofilm in den Rohren

Zwei Flüssigkeiten mischen, fünf Minuten warten, ins Becken geben. Danach eine Stunde einwirken lassen – das war die gesamte Wasserpflege für die nächsten ein bis zwei Wochen.

  • Ohne freies Chlor
  • Gegen Biofilm
  • pH-unabhängig
  • Hergestellt in Finnland
  • Persönliche Wasserpflege-Beratung
  • Versand Österreich & Deutschland
  • Für Whirlpool, Badefass & aufblasbare Pools
Das eigentliche Problem

Warum Whirlpoolwasser kippt – und warum Chlor allein nicht reicht

Ein Whirlpool ist mikrobiologisch betrachtet ein Brutschrank: 32 bis 38 °C warmes Wasser, Körperfette, Hautschuppen, Kosmetik- und Cremereste – und dahinter Dutzende Meter dunkle, dauerfeuchte Rohrleitungen, Düsenkanäle und Pumpengehäuse.

Dort setzt sich Biofilm ab: eine schleimige Schicht, in der sich Bakterien organisieren und mit einer Schutzhülle aus Zuckern und Eiweißen umgeben. Dieser Belag ist der Grund, warum Ihr Desinfektionsmittel scheinbar „verschwindet“, warum das Wasser nach zwei, drei Tagen umschlägt und warum es beim Einschalten der Düsen muffig riecht.

Mit den üblichen Chlorwerten im Badewasser bekommen Sie ihn nicht heraus: Freies Chlor reagiert bereits an der Oberfläche des Belags ab und dringt nicht bis zu den Mikroorganismen im Inneren vor. Genau an dieser Stelle setzt MyWater an – mit einem gelösten Gas, das durch die Schleimschicht hindurchgeht.

Typische Anzeichen: muffiger Geruch beim Anspringen der Düsen, dunkle Flöckchen aus den Düsen, Schleimfilm an der Wasserlinie, Desinfektionswert schon am nächsten Tag bei null.

Freies Chlor Reagiert an der Oberfläche ab. Der Kern des Belags bleibt geschützt. MyWater Das gelöste Gas diffundiert durch die Schleimschicht und wirkt bis in den Belag hinein. Biofilm Freies Chlor MyWater Wirkstoff (gelöstes Gas)
Schematischer Querschnitt einer Whirlpool-Rohrleitung. Links: freies Chlor wird an der Oberfläche des Belags verbraucht. Rechts: das gelöste Gas dringt in die Schleimschicht ein und löst sie von innen.
So wirkt MyWater

Ein Handgriff alle ein bis zwei Wochen – drei Aufgaben erledigt

MyWater besteht aus zwei Komponenten, die Sie erst kurz vor der Anwendung zusammengeben. Dabei entsteht ein im Wasser gelöstes Gas, das sich anschließend im gesamten Kreislauf verteilt.

Geht durch den Biofilm hindurch

Der Wirkstoff bleibt im Wasser als neutrales, gelöstes Gas erhalten. Dadurch diffundiert er durch die Schleimmatrix und wirkt auch auf die Mikroorganismen im Inneren – nicht nur an der Oberfläche. Der Belag wird gelöst statt überdeckt.

Bildet keine Chloramine

Der typische „Chlorgeruch“ stammt nicht vom Chlor selbst, sondern von Chloraminen – Reaktionsprodukten aus Chlor und stickstoffhaltigen Rückständen aus Schweiß, Urin und Kosmetik. Diese Reaktion findet hier nicht statt. Kein Chloramin, kein Geruch, kein Augenbrennen.

Arbeitet unabhängig vom pH-Wert

Bei Chlor bricht die Desinfektionsleistung oberhalb pH 7,4 deutlich ein – daher das ständige Nachregeln. MyWater zeigt diese Abhängigkeit im relevanten Bereich nicht und verändert den bestehenden pH-Wert auch nicht. Sie stellen ihn nach Haut und Material ein, nicht nach der Wirksamkeit.

Die eingebaute Fortschrittsanzeige: Nach dem Mischen färbt sich die Lösung gelblich – daran erkennen Sie, dass sie aktiv ist. Auch das Beckenwasser kann sich kurzzeitig leicht gelblich färben. Sobald diese Färbung verschwunden ist, ist der Wirkstoff zerfallen und das Wasser wieder badefertig. Sie müssen dafür nichts messen.

Für Einsteiger

MyWater anwenden – Schritt für Schritt

Wenn Sie zum ersten Mal mit Whirlpoolpflege zu tun haben: Diese Reihenfolge reicht aus. Rund fünf Minuten Arbeit, keine Teststreifen-Routine, kein Umrechnen.

A) Vorbereitung

  • Wassertemperatur über 24 °C. Darunter läuft die Reaktion zu langsam.
  • pH-Wert idealerweise 6,5 – 7,6. Für die Wirkung nicht entscheidend, verhindert aber Verfärbungen und schont Material und Haut.
  • Kopfstützen, Getränkehalter und lose Gegenstände herausnehmen.
  • Filter eingesetzt lassen, damit der gelöste Schmutz aufgefangen wird.

B) Die Anwendung

  1. 50 ml aus Flasche A abmessen

    Die Menge in die beiliegende Mischflasche C füllen. Die Skala auf der Flasche macht das Abmessen zum Handgriff – kein Wiegen, kein Umrechnen.

  2. 50 ml aus Flasche B dazugeben

    Grundsätzlich im Freien mischen. Bei der Reaktion entsteht ein Gas. Die Lösung färbt sich gelblich.

    Die beiden Konzentrate niemals einzeln und unverdünnt ins Becken geben.

  3. Verschließen, schwenken, 5 Minuten warten

    Deckel aufsetzen, vorsichtig schwenken und anschließend behutsam öffnen, damit das entstandene Gas entweichen kann. Das Gas nicht einatmen.

  4. Mischung ins Becken gießen

    Bei laufender Umwälzung gleichmäßig ins Wasser geben und kurz durchmischen lassen.

  5. Düsen kurz einschalten

    Damit die Lösung durch das gesamte Rohrsystem gespült wird. Das ist der Schritt, auf den es beim Biofilm ankommt – dort sitzt der Belag, nicht im Becken.

  6. Abdeckung offen lassen, 1 Stunde einwirken

    Die Abdeckung nach der Zugabe mindestens 15 Minuten offen halten. Sobald die gelbliche Färbung verschwunden ist – nach etwa einer Stunde – ist das Wasser badefertig.

C) Danach und im laufenden Betrieb

IntervallWas zu tun ist
Nach jeder AnwendungMischflasche mit klarem Wasser ausspülen.
Alle 1 – 2 WochenAnwendung wiederholen. Bei täglicher Nutzung oder mehreren Personen im Haushalt wöchentlich.
Alle 3 MonateFilterkartusche wechseln. Zwischendurch regelmäßig abspritzen – der Filter trägt den gelösten Biofilm aus.
Einmal jährlichWasser wechseln, Filter tauschen, Rohrreiniger anwenden, Oberflächen und Abdeckung gründlich reinigen.
Vor längerem StillstandEine Anwendung durchführen, danach das Becken entleeren. Vor der Wiederinbetriebnahme frisch befüllen und erneut anwenden.

Beim ersten Mal: Auf frisches Wasser umstellen. Wurde der Pool vorher mit einem anderen Pflegesystem als Chlor betrieben, ist der Wasserwechsel Pflicht – bei einem neuen oder länger stehenden Becken zusätzlich einmal den Rohrreiniger einsetzen. Erschrecken Sie nicht, wenn das Wasser nach der ersten Behandlung trüb wird oder Flocken auftreten: Das ist gelöster Biofilm, der endlich aus den Leitungen kommt. Filter gründlich reinigen und die Anwendung nach ein paar Tagen wiederholen. Ab dem dritten Zyklus tritt das nicht mehr auf.

Sicherheit – bitte ernst nehmen

Die beiden Komponenten ausschließlich im Freien mischen. Die entstehenden Gase nicht einatmen. Konzentrate niemals unverdünnt ins Becken geben. Nicht mit anderen Pflegemitteln kombinieren – auch nicht mit Chlor, Brom oder Aktivsauerstoff. Getrennt, kühl und für Kinder unzugänglich lagern. Bei Haut- oder Augenkontakt gründlich mit Wasser spülen; bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen.

Fachlicher Hintergrund

Was chemisch passiert – und warum das sinnvoll ist

Für alle, die wissen wollen, wofür sie zahlen.

Wirkstoff erst vor Ort erzeugen

Komponente B ist eine Natriumchlorit-Lösung, Komponente A eine saure Aktivatorlösung. Beim Zusammengeben entsteht in der Mischflasche Chlordioxid – ein im Wasser gelöstes, gasförmiges Oxidationsmittel. Die gelbliche Färbung nach fünf Minuten zeigt an, dass die Lösung aktiv ist.

Der Grund für dieses Verfahren ist praktischer Natur: Chlordioxid ist als fertige Lösung nur begrenzt lagerfähig. Die getrennte Lagerung der beiden Komponenten löst dieses Problem – Sie stellen jeweils genau die Menge her, die Sie gerade brauchen.

Diffusion statt Oberflächenreaktion

Freies Chlor liegt im Wasser als unterchlorige Säure bzw. Hypochlorit-Ion vor und reagiert sofort mit der ersten organischen Substanz, auf die es trifft. Bei einem Biofilm ist das die äußere Matrix aus Polysacchariden und Proteinen – der Wirkstoff ist verbraucht, bevor er die Zellen im Inneren erreicht.

Chlordioxid bleibt dagegen als neutrales, gelöstes Gasmolekül im Wasser erhalten und hydrolysiert nicht. Es diffundiert durch die Schleimmatrix und wirkt dort, wo die Mikroorganismen tatsächlich sitzen.

Keine Chloramin-Bildung

Chlordioxid oxidiert, es chloriert aber nicht: Es überträgt kein Chlor-Atom auf organische Moleküle. Deshalb entstehen aus Ammonium- und Aminverbindungen – Schweiß, Urin, Kosmetik – keine Mono-, Di- oder Trichloramine.

Und genau diese Trichloramine sind es, die den typischen „Hallenbadgeruch“ verursachen, in den Augen brennen und die Atemwege reizen. Aus demselben Grund fällt auch die Bildung chlorierter Nebenprodukte deutlich geringer aus.

pH-Unabhängigkeit – der Rechenweg

Bei Chlor verschiebt sich das Gleichgewicht zwischen unterchloriger Säure (HOCl, stark wirksam) und Hypochlorit-Ion (OCl⁻, deutlich schwächer) mit steigendem pH-Wert. Bei pH 7,0 liegen rund drei Viertel als HOCl vor, bei pH 8,0 nur noch etwa ein Viertel.

Chlordioxid liegt im gesamten relevanten Bereich als undissoziiertes Molekül vor. Es gibt kein Säure-Base-Gleichgewicht, das die Wirksamkeit verschiebt – und der pH-Wert des Beckenwassers bleibt durch die Anwendung unverändert.

Was nach der Einwirkzeit übrig bleibt

Chlordioxid zerfällt im Wasser unter Lichteinfluss und beim Reagieren mit organischer Last. Als Reaktionsprodukte entstehen im Wesentlichen Chlorit und Chlorid. Freies Chlor ist im fertig behandelten Wasser nicht enthalten.

Sichtbar wird der Zerfall an der gelblichen Färbung, die während der Einwirkzeit langsam verschwindet. Sie ersetzt in der Praxis die Messung.

Warum der Filter trotzdem läuft

MyWater ersetzt die Filtration nicht. Der abgelöste Biofilm muss mechanisch aus dem Kreislauf – sonst gelangt die organische Last beim nächsten Zyklus wieder in Lösung und verbraucht Wirkstoff.

Deshalb gilt: Filter beim Behandeln eingesetzt lassen, regelmäßig abspritzen und die Kartusche alle rund drei Monate wechseln. Und die Abdeckung im Auge behalten – eine durchfeuchtete Abdeckung ist selbst ein Nährboden.

Klartext

Was MyWater leistet – und was nicht

In Pool- und Whirlpoolforen wird Chlordioxid kontrovers diskutiert. Ein Teil der Kritik ist berechtigt. Deshalb hier ohne Schönfärberei:

  • „Chlorfrei“ heißt: kein freies ChlorChlordioxid ist eine Sauerstoff-Chlor-Verbindung. Es verhält sich im Wasser aber grundlegend anders als klassisches Chlor: kein freies Chlor im Badewasser, keine Chloramine, kein Chlorgeruch. Wer das Wort chemisch streng liest, hat recht – wer damit Geruch und Reizwirkung meint, auch.
  • Ein Stoßverfahren, kein DauerdesinfektionsmittelZwischen zwei Anwendungen ist im Wasser kein aktiver Wirkstoff mehr. Für einen privat genutzten Whirlpool ist das praktikabel – für ein öffentliches Becken mit Nachweispflicht ist es nicht das richtige Verfahren.
  • Sie messen nicht – Sie halten den Rhythmus einDer Vorteil ist zugleich die Einschränkung: Es gibt keinen Messwert, der Ihnen bestätigt, dass alles in Ordnung ist. Die Sicherheit kommt aus der Disziplin, den Ein- bis Zwei-Wochen-Takt einzuhalten – und aus Filterpflege und Wasserwechsel.
  • Die Beckengröße ist begrenztDer Hersteller nennt rund 700 bis 2.000 Liter; für Becken bis etwa 2.500 Liter arbeiten Anwender mit angepasster Dosierung. Für Schwimmspas und Großbecken ist MyWater nicht gedacht.
  • Unter 24 °C funktioniert es nicht zuverlässigWer seinen Pool kühl betreibt oder im Winter herunterfährt, braucht ein anderes System.
  • Der Mischvorgang ist kein NebenschauplatzBeim Zusammengeben entsteht ein Gas, das man nicht einatmen darf. Im Freien mischen, Behälter vorsichtig öffnen, Abdeckung danach offen lassen. Zumutbar – aber eine echte Regel, keine Formalie.
  • Es ersetzt Filter und Wasserwechsel nichtDer gelöste Belag muss aus dem System heraus. Ohne Filterpflege verlagern Sie das Problem nur.
  • Günstig ist es nichtPro Anwendung liegt MyWater über reiner Chlorpflege. Es rechnet sich, wenn Chlorgeruch, gereizte Haut und Biofilm tatsächlich Ihr Problem sind – nicht, wenn Ihr Wasser mit Chlor ohnehin stabil läuft.

Unsere Empfehlung als Händler: Wenn Ihr Wasser mit klassischer Chlorpflege sauber bleibt und niemand im Haushalt empfindlich reagiert, brauchen Sie MyWater nicht. Wenn es regelmäßig muffelt, die Haut nach dem Baden juckt oder Sie den Belag in den Leitungen dauerhaft loswerden wollen, ist es das passende Werkzeug.

Aus der Praxis

Was Anwender berichten

Sinngemäße Zusammenfassung aus deutschsprachigen Pool- und Whirlpoolforen sowie aus Rückmeldungen unserer Kundinnen und Kunden.

„Es entstehen keine Chloramine und der Biofilm wird deutlich besser durchdrungen als mit Chlor. Hautfreundlicher ist es auch, und der pH-Wert spielt kaum eine Rolle.“

Sinngemäß, erfahrener Nutzer in einem Poolforum

„Nach der ersten Anwendung war das Wasser trüb und im Filter hingen braune Flocken. Beim zweiten Durchgang war es sauber – das war offenbar alles, was vorher in den Rohren saß.“

Sinngemäß, typischer Verlauf bei der Umstellung

„Chlordioxid oxidiert Schmutzstoffe schlechter als Chlor und verliert laufend an Wirkung. Ohne Messung weiß man nie genau, wo man steht – und billig ist es auch nicht.“

Sinngemäß, kritische Stimme aus einem Poolforum

Unsere Einordnung: Alle drei Beobachtungen stimmen. Trübung und Flockung nach der ersten Anwendung sind kein Fehler, sondern gelöster Biofilm – Filter reinigen und weitermachen. Und die kritische Stimme trifft einen realen Punkt: Chlordioxid ist bei der Oxidation grober Schmutzlast schwächer als Chlor. Deshalb bleiben Filterpflege, Duschen vor dem Baden und der jährliche Wasserwechsel Teil des Konzepts.

Produkt

MyWater bei adventureSPA

Ein Set, alles enthalten. Aktuellen Preis und Verfügbarkeit finden Sie im Shop.

Made in Finland

MyWater Wasserpflege-Set

  • 1 × Komponente A, 1.000 ml (saure Aktivatorlösung)
  • 1 × Komponente B, 1.000 ml (Natriumchlorit-Lösung)
  • 1 × Mischflasche C mit Messskala
  • Anleitung

Rund 20 Anwendungen pro Set. Je nach Rhythmus reicht das für etwa fünf bis zehn Monate Wasserpflege – inklusive Rohrpflege, ohne pH-Mittel, ohne separaten Oxidator.

WirkprinzipChlordioxid, aus zwei Komponenten vor der Anwendung erzeugt
Dosierung50 ml A + 50 ml B je Anwendung
Wasservolumenca. 700 – 2.000 l (Herstellerangabe); bis ca. 2.500 l mit angepasster Dosierung
Geeignet fürWhirlpool, Hot Tub, Badefass, aufblasbarer Whirlpool
Mindesttemperatur24 °C
pH-Bereich6,5 – 7,6 empfohlen (Wirkung pH-unabhängig, pH bleibt unverändert)
Reaktionszeit im Mischgefäßca. 5 Minuten
Einwirkzeit im Beckenca. 1 Stunde
Anwendungsintervallalle 1 – 2 Wochen
HerkunftEntwickelt und hergestellt in Finnland
Einordnung

MyWater, AquaFinesse oder Spa Balancer?

Wir führen drei Pflegesysteme. Sie unterscheiden sich weniger im Ergebnis als im Aufwand und in der Frage, ob freies Chlor im Wasser sein darf.

 MyWaterAquaFinesseSpa Balancer
WirkprinzipChlordioxid, vor Ort erzeugtBiofilm-Ablösung + Chlor zur DesinfektionAktivsauerstoff-basierte Pflege
Freies Chlor im WasserNeinJa, in geringer MengeNein
pH-Kontrolle nötigFür die Wirkung nichtJa (7,2 – 7,6)Ja
RhythmusAlle 1 – 2 Wochen, ein ArbeitsgangWöchentlich + DesinfektionWöchentlich
Wirkung auf Biofilm in den RohrenStark – KernanwendungStark – KernanwendungBegrenzt
Beckengrößeca. 700 – 2.500 lWhirlpool bis SwimSpaWhirlpool
Passt zuChlorempfindliche Haut, Geruchsproblem, maximale EinfachheitWhirlpool mit Biofilm-Historie, Softub, SwimSpaEinsteiger mit geringer Nutzung

Zur AquaFinesse Wasserpflege · Spa Balancer im Shop · Passende Filterkartuschen

Häufige Fragen

MyWater – die Fragen, die uns am häufigsten erreichen

Ist MyWater wirklich ohne Chlor?

Im behandelten Badewasser ist kein freies Chlor enthalten und es entstehen keine Chloramine – daher kein Chlorgeruch und keine typische Reizwirkung. Chemisch ist Chlordioxid eine Sauerstoff-Chlor-Verbindung; sie verhält sich im Wasser aber grundlegend anders als klassisches Chlor und zerfällt nach der Einwirkzeit zu Chlorit und Chlorid.

Wie oft muss ich anwenden?

Alle ein bis zwei Wochen. Bei täglicher Nutzung oder mehreren Personen im Haushalt wöchentlich. Zwischendurch ist nichts zu tun – kein Nachdosieren, kein Messen.

Muss ich den pH-Wert einstellen?

Für die Wirkung nicht – MyWater arbeitet pH-unabhängig und verändert den bestehenden pH-Wert auch nicht. Ein Wert zwischen 6,5 und 7,6 ist trotzdem sinnvoll: Er verhindert Verfärbungen und schont Haut, Dichtungen und Acryl.

Wie lange muss ich nach der Behandlung warten?

Etwa eine Stunde – bis die gelbliche Färbung verschwunden ist. Die Abdeckung nach der Zugabe mindestens 15 Minuten offen lassen, damit entstehende Gase entweichen können.

Warum wird mein Wasser nach der ersten Anwendung trüb?

Weil sich der Biofilm aus den Leitungen löst und in Fragmenten ins Wasser gelangt. Das ist der gewünschte Effekt. Filter gründlich reinigen, die Anwendung nach einigen Tagen wiederholen – nach zwei bis drei Zyklen bleibt das Wasser klar.

Mein Wasser schäumt – woran liegt das?

Weißer Schaum deutet auf Tenside hin: Reste von Duschgel, Shampoo, Waschmittel in der Badebekleidung oder ein nicht ausreichend gespülter Filter nach der Reinigung. Abhilfe: Filter sehr gründlich ausspülen, Badebekleidung nur mit klarem Wasser waschen, gegebenenfalls teilweiser Wasserwechsel.

Bräunlicher Schaum ist meist gelöster Biofilm aus dem Rohrsystem – typisch in den ersten Wochen nach der Umstellung.

Für welche Beckengrößen ist MyWater geeignet?

Der Hersteller nennt einen Bereich von rund 700 bis 2.000 Litern. Für Becken bis etwa 2.500 Liter lässt sich die Dosierung anpassen – sprechen Sie uns dazu bitte kurz an. Für Schwimmspas und Großbecken ist das System nicht vorgesehen.

Funktioniert MyWater auch im aufblasbaren Whirlpool?

Ja, sofern das Wasservolumen im genannten Bereich liegt und die Temperatur über 24 °C beträgt. Gerade aufblasbare Modelle profitieren stark, weil ihre Gebläseleitungen sehr anfällig für Biofilm sind.

Kann ich MyWater mit Chlor, Brom oder Aktivsauerstoff kombinieren?

Nein. Beim Umstieg von einem anderen Pflegesystem das Wasser wechseln und danach ausschließlich MyWater verwenden. Wurde bisher mit Chlor gearbeitet, stellen Sie die Chlorzugabe mit der ersten MyWater-Anwendung ein.

Brauche ich zusätzlich noch andere Pflegemittel?

Für die laufende Pflege nicht: MyWater übernimmt Desinfektion, Oxidation und Rohrpflege in einem Arbeitsgang, pH-Mittel sind für die Wirkung nicht erforderlich. Was bleibt, ist die mechanische Seite – Filter abspritzen und alle rund drei Monate wechseln sowie einmal jährlich Wasserwechsel mit Rohrreinigung.

Ersetzt MyWater den Filter?

Nein. Der abgelöste Biofilm und die organische Last müssen mechanisch aus dem Kreislauf. Die Filtration bleibt Teil des Konzepts – MyWater ist das chemische, der Filter das mechanische Element.

Ist MyWater für empfindliche Haut geeignet?

Das ist der Hauptgrund, aus dem sich Kundinnen und Kunden dafür entscheiden. Da keine Chloramine entstehen und im fertigen Badewasser kein freies Chlor vorliegt, entfallen die typischen Auslöser für gereizte Haut, brennende Augen und ausgebleichte Badebekleidung.

Mein Whirlpool ist neu – brauche ich das schon?

Ja. Biofilm entsteht innerhalb weniger Wochen. Wer von Anfang an konsequent behandelt, bekommt das Problem gar nicht erst. Bei einem neuen Becken vorab das Restwasser aus der Werksprüfung ablassen und einmal den Rohrreiniger einsetzen.

Was mache ich, wenn der Pool länger stillsteht?

Vor der Pause eine Behandlung durchführen und das Becken anschließend entleeren. Vor der Wiederinbetriebnahme frisches Wasser einlassen und erneut anwenden.

Greift MyWater Acryl, Dichtungen oder die Abdeckung an?

Bei bestimmungsgemäßer Anwendung nicht. Wichtig ist, die Abdeckung nach der Zugabe mindestens 15 Minuten offen zu lassen, damit sich das entstehende Gas nicht unter dem Deckel sammelt. Da der pH-Wert unverändert bleibt, entfällt zusätzlich die Materialbelastung durch ständiges Nachjustieren.

Wie lange reicht ein Set?

Rund 20 Anwendungen. Je nachdem, ob Sie wöchentlich oder alle zwei Wochen dosieren, entspricht das etwa fünf bis zehn Monaten.

Wohin mit dem Wasser beim Wasserwechsel?

Nach der Einwirkzeit ist kein aktiver Wirkstoff mehr im Wasser. Beachten Sie dennoch die Vorgaben Ihrer Gemeinde zur Ableitung von Badewasser.

Unsicher, ob MyWater zu Ihrem Pool passt?

Sagen Sie uns Modell, Wasservolumen und Betriebstemperatur – wir sagen Ihnen ehrlich, ob MyWater die richtige Wahl ist oder ob ein anderes System besser passt. Beratung von Menschen, die diese Pools selbst betreiben, nicht per Textbaustein.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. Angaben zu Anwendung, Wasservolumen und Dosierung nach Herstellerangaben; maßgeblich ist die dem Set beiliegende Anleitung.

Zwei-Komponenten-Wasserpflege aus Finnland

MyWater: Whirlpoolpflege ohne Chlorgeruch – und ohne Biofilm in den Rohren

Zwei Flüssigkeiten mischen, fünf Minuten warten, ins Becken geben. Danach eine Stunde einwirken lassen – das war die gesamte Wasserpflege für die nächsten ein bis zwei Wochen.

  • Ohne freies Chlor
  • Gegen Biofilm
  • pH-unabhängig
  • Entwickelt und hergestellt in Finnland
  • Persönliche Wasserpflege-Beratung
  • Versand Österreich & Deutschland
  • Für Whirlpool, Badefass & aufblasbare Pools
Das eigentliche Problem

Warum Whirlpoolwasser kippt – und warum Chlor allein nicht reicht

Ein Whirlpool ist mikrobiologisch betrachtet ein Brutschrank: 32 bis 38 °C warmes Wasser, Körperfette, Hautschuppen, Kosmetik- und Cremereste – und dahinter Dutzende Meter dunkle, dauerfeuchte Rohrleitungen, Düsenkanäle und Pumpengehäuse.

Dort setzt sich Biofilm ab: eine schleimige Schicht, in der sich Bakterien organisieren und mit einer Schutzhülle aus Zuckern und Eiweißen umgeben. Dieser Belag ist der Grund, warum Ihr Desinfektionsmittel scheinbar „verschwindet“, warum das Wasser nach zwei, drei Tagen umschlägt und warum es beim Einschalten der Düsen muffig riecht.

Mit den üblichen Chlorwerten im Badewasser bekommen Sie ihn nicht heraus: Freies Chlor reagiert bereits an der Oberfläche des Belags ab und dringt nicht bis zu den Mikroorganismen im Inneren vor. Genau an dieser Stelle setzt MyWater an – mit einem gelösten Gas, das durch die Schleimschicht hindurchgeht.

Typische Anzeichen: muffiger Geruch beim Anspringen der Düsen, dunkle Flöckchen aus den Düsen, Schleimfilm an der Wasserlinie, Desinfektionswert schon am nächsten Tag bei null.

Freies Chlor Reagiert an der Oberfläche ab. Der Kern des Belags bleibt geschützt. MyWater Das gelöste Gas diffundiert durch die Schleimschicht und wirkt bis in den Belag hinein. Biofilm Freies Chlor MyWater Wirkstoff (gelöstes Gas)
Schematischer Querschnitt einer Whirlpool-Rohrleitung. Links: freies Chlor wird an der Oberfläche des Belags verbraucht. Rechts: das gelöste Gas dringt in die Schleimschicht ein und löst sie von innen.
So wirkt MyWater

Ein Handgriff alle ein bis zwei Wochen – drei Aufgaben erledigt

MyWater besteht aus zwei Komponenten, die Sie erst kurz vor der Anwendung zusammengeben. Dabei entsteht ein im Wasser gelöstes Gas, das sich anschließend im gesamten Kreislauf verteilt.

Geht durch den Biofilm hindurch

Der Wirkstoff bleibt im Wasser als neutrales, gelöstes Gas erhalten. Dadurch diffundiert er durch die Schleimmatrix und wirkt auch auf die Mikroorganismen im Inneren – nicht nur an der Oberfläche. Der Belag wird gelöst statt überdeckt.

Bildet keine Chloramine

Der typische „Chlorgeruch“ stammt nicht vom Chlor selbst, sondern von Chloraminen – Reaktionsprodukten aus Chlor und stickstoffhaltigen Rückständen aus Schweiß, Urin und Kosmetik. Diese Reaktion findet hier nicht statt. Kein Chloramin, kein Geruch, kein Augenbrennen.

Arbeitet unabhängig vom pH-Wert

Bei Chlor bricht die Desinfektionsleistung oberhalb pH 7,4 deutlich ein – daher das ständige Nachregeln. MyWater zeigt diese Abhängigkeit im relevanten Bereich nicht und verändert den bestehenden pH-Wert auch nicht. Sie stellen ihn nach Haut und Material ein, nicht nach der Wirksamkeit.

Die eingebaute Fortschrittsanzeige: Nach dem Mischen färbt sich die Lösung gelblich – daran erkennen Sie, dass sie aktiv ist. Auch das Beckenwasser kann sich kurzzeitig leicht gelblich färben. Sobald diese Färbung verschwunden ist, ist der Wirkstoff zerfallen und das Wasser wieder badefertig. Sie müssen dafür nichts messen.

Für Einsteiger

MyWater anwenden – Schritt für Schritt

Wenn Sie zum ersten Mal mit Whirlpoolpflege zu tun haben: Diese Reihenfolge reicht aus. Rund fünf Minuten Arbeit, keine Teststreifen-Routine, kein Umrechnen.

A) Vorbereitung

  • Wassertemperatur über 24 °C. Darunter läuft die Reaktion zu langsam.
  • pH-Wert idealerweise zwischen 6,5 und 7,6. Für die Wirkung ist er nicht entscheidend, er verhindert aber Verfärbungen und schont Material und Haut.
  • Kopfstützen, Getränkehalter und lose Gegenstände herausnehmen.
  • Filter eingesetzt lassen, damit der gelöste Schmutz aufgefangen wird.

B) Die Anwendung

  1. 50 ml aus Flasche A abmessen

    Die Menge in die beiliegende Mischflasche C füllen. Die Skala auf der Flasche macht das Abmessen zum Handgriff – kein Wiegen, kein Umrechnen.

  2. 50 ml aus Flasche B dazugeben

    Grundsätzlich im Freien mischen. Bei der Reaktion entsteht ein Gas. Die Lösung färbt sich gelblich.

    Die beiden Konzentrate niemals einzeln und unverdünnt ins Becken geben.

  3. Verschließen, leicht schwenken, 5 Minuten warten

    Deckel aufsetzen, vorsichtig schwenken und anschließend behutsam öffnen, damit das entstandene Gas entweichen kann. Das Gas nicht einatmen. Nach rund fünf Minuten ist die Lösung fertig.

  4. Mischung ins Becken gießen

    Bei laufender Umwälzung gleichmäßig ins Wasser geben und kurz durchmischen lassen.

  5. Düsen kurz einschalten

    Damit die Lösung durch das gesamte Rohrsystem gespült wird. Das ist der Schritt, auf den es beim Biofilm ankommt – dort sitzt der Belag, nicht im Becken.

  6. Abdeckung offen lassen und rund eine Stunde einwirken lassen

    Die Abdeckung nach der Zugabe mindestens 15 Minuten offen halten, damit entstehende Gase entweichen und Kunststoffteile geschont werden. Sobald die gelbliche Färbung verschwunden ist – nach etwa einer Stunde – ist das Wasser wieder badefertig.

C) Danach und im laufenden Betrieb

IntervallWas zu tun ist
Nach jeder AnwendungMischflasche mit klarem Wasser ausspülen.
Alle 1 – 2 WochenAnwendung wiederholen. Bei täglicher Nutzung oder mehreren Personen im Haushalt wöchentlich.
Alle 3 MonateFilterkartusche wechseln. Zwischendurch regelmäßig abspritzen – der Filter trägt den gelösten Biofilm aus.
Einmal jährlichWasser wechseln, Filter tauschen, Rohrreiniger anwenden, Oberflächen und Abdeckung gründlich reinigen.
Vor längerem StillstandEine Anwendung durchführen, danach das Becken entleeren. Vor der Wiederinbetriebnahme frisch befüllen und erneut anwenden.

Beim ersten Mal: Auf frisches Wasser umstellen. Wurde der Pool vorher mit einem anderen Pflegesystem als Chlor betrieben, ist der Wasserwechsel Pflicht – bei einem neuen oder länger stehenden Becken zusätzlich einmal den Rohrreiniger einsetzen. Erschrecken Sie nicht, wenn das Wasser nach der ersten Behandlung trüb wird oder Flocken auftreten: Das ist gelöster Biofilm, der endlich aus den Leitungen kommt. Filter gründlich reinigen und die Anwendung nach ein paar Tagen wiederholen. Ab dem dritten Zyklus tritt das nicht mehr auf.

Sicherheit – bitte ernst nehmen:

  • Die beiden Komponenten ausschließlich im Freien mischen.
  • Die bei der Reaktion entstehenden Gase nicht einatmen.
  • Konzentrate niemals unverdünnt ins Becken geben.
  • Nicht mit anderen Pflegemitteln kombinieren – auch nicht mit Chlor, Brom oder Aktivsauerstoff.
  • Getrennt, kühl und für Kinder unzugänglich lagern.
  • Bei Haut- oder Augenkontakt gründlich mit Wasser spülen; bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen.
Fachlicher Hintergrund

Was chemisch passiert – und warum das sinnvoll ist

Für alle, die wissen wollen, wofür sie zahlen.

Wirkstoff erst vor Ort erzeugen

Komponente B ist eine Natriumchlorit-Lösung, Komponente A eine saure Aktivatorlösung. Beim Zusammengeben entsteht in der Mischflasche Chlordioxid – ein im Wasser gelöstes, gasförmiges Oxidationsmittel. Die gelbliche Färbung nach fünf Minuten zeigt an, dass die Lösung aktiv ist.

Der Grund für dieses Verfahren ist praktischer Natur: Chlordioxid ist als fertige Lösung nur begrenzt lagerfähig. Die getrennte Lagerung der beiden Komponenten löst dieses Problem – Sie stellen jeweils genau die Menge her, die Sie gerade brauchen.

Diffusion statt Oberflächenreaktion

Freies Chlor liegt im Wasser als unterchlorige Säure bzw. Hypochlorit-Ion vor und reagiert sofort mit der ersten organischen Substanz, auf die es trifft. Bei einem Biofilm ist das die äußere Matrix aus Polysacchariden und Proteinen – der Wirkstoff ist verbraucht, bevor er die Zellen im Inneren erreicht.

Chlordioxid bleibt dagegen als neutrales, gelöstes Gasmolekül im Wasser erhalten und hydrolysiert nicht. Es diffundiert durch die Schleimmatrix und wirkt dort, wo die Mikroorganismen tatsächlich sitzen. Genau das macht es für die Rohrleitungen eines Whirlpools interessant.

Keine Chloramin-Bildung

Chlordioxid oxidiert, es chloriert aber nicht: Es überträgt kein Chlor-Atom auf organische Moleküle. Deshalb entstehen aus Ammonium- und Aminverbindungen – Schweiß, Urin, Kosmetik – keine Mono-, Di- oder Trichloramine.

Und genau diese Trichloramine sind es, die den typischen „Hallenbadgeruch“ verursachen, in den Augen brennen und die Atemwege reizen. Aus demselben Grund fällt auch die Bildung chlorierter Nebenprodukte wie Trihalogenmethanen deutlich geringer aus.

pH-Unabhängigkeit – der Rechenweg

Bei Chlor verschiebt sich das Gleichgewicht zwischen unterchloriger Säure (HOCl, stark wirksam) und Hypochlorit-Ion (OCl⁻, deutlich schwächer) mit steigendem pH-Wert. Bei pH 7,0 liegen rund drei Viertel als HOCl vor, bei pH 8,0 nur noch etwa ein Viertel. Das ist der Grund für das ständige Nachjustieren.

Chlordioxid liegt im gesamten relevanten Bereich als undissoziiertes Molekül vor. Es gibt kein Säure-Base-Gleichgewicht, das die Wirksamkeit verschiebt – und der pH-Wert des Beckenwassers bleibt durch die Anwendung unverändert.

Was nach der Einwirkzeit übrig bleibt

Chlordioxid zerfällt im Wasser unter Lichteinfluss und beim Reagieren mit organischer Last. Als Reaktionsprodukte entstehen im Wesentlichen Chlorit und Chlorid. Freies Chlor ist im fertig behandelten Wasser nicht enthalten.

Sichtbar wird der Zerfall an der gelblichen Färbung, die während der Einwirkzeit langsam verschwindet. Sie ersetzt in der Praxis die Messung – Sie warten schlicht, bis das Wasser wieder farblos ist.

Warum der Filter trotzdem läuft

MyWater ersetzt die Filtration nicht. Der abgelöste Biofilm muss mechanisch aus dem Kreislauf – sonst gelangt die organische Last beim nächsten Zyklus wieder in Lösung und verbraucht Wirkstoff.

Deshalb gilt: Filter beim Behandeln eingesetzt lassen, regelmäßig abspritzen und die Kartusche alle rund drei Monate wechseln. Und die Abdeckung im Auge behalten – eine durchfeuchtete Abdeckung ist selbst ein Nährboden und trägt Keime zurück ins Wasser.

Klartext

Was MyWater leistet – und was nicht

In Pool- und Whirlpoolforen wird Chlordioxid kontrovers diskutiert. Ein Teil der Kritik ist berechtigt. Deshalb hier ohne Schönfärberei:

  • „Chlorfrei“ heißt: kein freies Chlor – nicht chlorfrei im chemischen Sinn.Chlordioxid ist eine Sauerstoff-Chlor-Verbindung. Es verhält sich im Wasser aber grundlegend anders als klassisches Chlor: kein freies Chlor im Badewasser, keine Chloramine, kein Chlorgeruch. Wer das Wort „chlorfrei“ chemisch streng liest, hat recht – wer damit Geruch und Reizwirkung meint, auch.
  • Es ist ein Stoßverfahren, kein Dauerdesinfektionsmittel.Zwischen zwei Anwendungen ist im Wasser kein aktiver Wirkstoff mehr. Das ist beabsichtigt und für einen privat genutzten Whirlpool praktikabel – für ein öffentliches oder stark frequentiertes Becken mit Nachweispflicht ist es nicht das richtige Verfahren.
  • Sie messen nicht – Sie halten den Rhythmus ein.Der Vorteil ist zugleich die Einschränkung: Es gibt für Sie keinen Messwert, der Ihnen bestätigt, dass alles in Ordnung ist. Die Sicherheit kommt aus der Disziplin, den Ein- bis Zwei-Wochen-Takt tatsächlich einzuhalten – und aus Filterpflege und Wasserwechsel.
  • Die Beckengröße ist begrenzt.Der Hersteller nennt einen Bereich von rund 700 bis 2.000 Litern; für Becken bis etwa 2.500 Liter arbeiten Anwender mit entsprechend angepasster Dosierung. Für Schwimmspas und Großbecken ist MyWater nicht gedacht.
  • Unter 24 °C funktioniert es nicht zuverlässig.Wer seinen Pool kühl betreibt oder im Winter herunterfährt, braucht ein anderes System.
  • Der Mischvorgang ist kein Nebenschauplatz.Beim Zusammengeben entsteht ein Gas, das man nicht einatmen darf. Im Freien mischen, Behälter vorsichtig öffnen, Abdeckung danach offen lassen. Das ist zumutbar – aber es ist eine echte Regel, keine Formalie.
  • Es ersetzt Filter und Wasserwechsel nicht.Der gelöste Belag muss aus dem System heraus. Ohne Filterpflege verlagern Sie das Problem nur.
  • Günstig ist es nicht.Pro Anwendung liegt MyWater über reiner Chlorpflege. Es rechnet sich, wenn Chlorgeruch, gereizte Haut und Biofilm tatsächlich Ihr Problem sind – nicht, wenn Ihr Wasser mit Chlor ohnehin stabil und geruchsfrei läuft.

Unsere Empfehlung als Händler: Wenn Ihr Wasser mit klassischer Chlorpflege sauber bleibt und niemand im Haushalt empfindlich reagiert, brauchen Sie MyWater nicht. Wenn es regelmäßig muffelt, die Haut nach dem Baden juckt oder Sie den Belag in den Leitungen dauerhaft loswerden wollen, ist es das passende Werkzeug.

Aus der Praxis

Was Anwender berichten

Sinngemäße Zusammenfassung aus deutschsprachigen Pool- und Whirlpoolforen sowie aus Rückmeldungen unserer Kundinnen und Kunden.

„Es entstehen keine Chloramine und der Biofilm wird deutlich besser durchdrungen als mit Chlor. Hautfreundlicher ist es auch, und der pH-Wert spielt kaum eine Rolle.“

Sinngemäß, erfahrener Nutzer in einem Poolforum

„Nach der ersten Anwendung war das Wasser trüb und im Filter hingen braune Flocken. Beim zweiten Durchgang war es sauber – das war offenbar alles, was vorher in den Rohren saß.“

Sinngemäß, typischer Verlauf bei der Umstellung

„Chlordioxid oxidiert Schmutzstoffe schlechter als Chlor und verliert laufend an Wirkung. Ohne Messung weiß man nie genau, wo man steht – und billig ist es auch nicht.“

Sinngemäß, kritische Stimme aus einem Poolforum

Unsere Einordnung: Alle drei Beobachtungen stimmen. Trübung und Flockung nach der ersten Anwendung sind kein Fehler, sondern gelöster Biofilm – Filter reinigen und weitermachen. Und die kritische Stimme trifft einen realen Punkt: Chlordioxid ist bei der Oxidation grober Schmutzlast schwächer als Chlor. Deshalb bleiben Filterpflege, Duschen vor dem Baden und der jährliche Wasserwechsel Teil des Konzepts – MyWater übernimmt Desinfektion und Biofilm, nicht die Grobreinigung.

Produkt

MyWater bei adventureSPA

Ein Set, alles enthalten. Aktuellen Preis und Verfügbarkeit finden Sie im Shop.

Made in Finland

MyWater Wasserpflege-Set

  • 1 × Komponente A, 1.000 ml (saure Aktivatorlösung)
  • 1 × Komponente B, 1.000 ml (Natriumchlorit-Lösung)
  • 1 × Mischflasche C mit Messskala
  • Anleitung

Rund 20 Anwendungen pro Set. Je nach Rhythmus reicht das für etwa fünf bis zehn Monate Wasserpflege – inklusive Rohrpflege, ohne pH-Mittel, ohne separaten Oxidator.

WirkprinzipChlordioxid, aus zwei Komponenten vor der Anwendung erzeugt
Dosierung50 ml A + 50 ml B je Anwendung
Wasservolumenca. 700 – 2.000 l (Herstellerangabe); bis ca. 2.500 l mit angepasster Dosierung
Geeignet fürWhirlpool, Hot Tub, Badefass, aufblasbarer Whirlpool
Mindesttemperatur24 °C
pH-Bereich6,5 – 7,6 empfohlen (Wirkung pH-unabhängig, pH bleibt unverändert)
Reaktionszeit im Mischgefäßca. 5 Minuten
Einwirkzeit im Beckenca. 1 Stunde
Anwendungsintervallalle 1 – 2 Wochen
HerkunftEntwickelt und hergestellt in Finnland
Einordnung

MyWater, AquaFinesse oder Spa Balancer?

Wir führen drei Pflegesysteme. Sie unterscheiden sich weniger im Ergebnis als im Aufwand und in der Frage, ob freies Chlor im Wasser sein darf.

 MyWaterAquaFinesseSpa Balancer
WirkprinzipChlordioxid, vor Ort erzeugtBiofilm-Ablösung + Chlor zur DesinfektionAktivsauerstoff-basierte Pflege
Freies Chlor im WasserNeinJa, in geringer MengeNein
pH-Kontrolle nötigFür die Wirkung nichtJa (7,2 – 7,6)Ja
RhythmusAlle 1 – 2 Wochen, ein ArbeitsgangWöchentlich + DesinfektionWöchentlich
Wirkung auf Biofilm in den RohrenStark – KernanwendungStark – KernanwendungBegrenzt
Beckengrößeca. 700 – 2.500 lWhirlpool bis SwimSpaWhirlpool
Passt zuChlorempfindliche Haut, Geruchsproblem, maximale EinfachheitWhirlpool mit Biofilm-Historie, Softub, SwimSpaEinsteiger mit geringer Nutzung

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Häufige Fragen

MyWater – die Fragen, die uns am häufigsten erreichen

Ist MyWater wirklich ohne Chlor?

Im behandelten Badewasser ist kein freies Chlor enthalten und es entstehen keine Chloramine – daher kein Chlorgeruch und keine typische Reizwirkung. Chemisch ist Chlordioxid eine Sauerstoff-Chlor-Verbindung; sie verhält sich im Wasser aber grundlegend anders als klassisches Chlor und zerfällt nach der Einwirkzeit zu Chlorit und Chlorid.

Wie oft muss ich anwenden?

Alle ein bis zwei Wochen. Bei täglicher Nutzung oder mehreren Personen im Haushalt wöchentlich. Zwischendurch ist nichts zu tun – kein Nachdosieren, kein Messen.

Muss ich den pH-Wert einstellen?

Für die Wirkung nicht – MyWater arbeitet pH-unabhängig und verändert den bestehenden pH-Wert auch nicht. Ein Wert zwischen 6,5 und 7,6 ist trotzdem sinnvoll: Er verhindert Verfärbungen und schont Haut, Dichtungen und Acryl.

Wie lange muss ich nach der Behandlung warten?

Etwa eine Stunde – bis die gelbliche Färbung verschwunden ist. Die Abdeckung nach der Zugabe mindestens 15 Minuten offen lassen, damit entstehende Gase entweichen können.

Warum wird mein Wasser nach der ersten Anwendung trüb?

Weil sich der Biofilm aus den Leitungen löst und in Fragmenten ins Wasser gelangt. Das ist der gewünschte Effekt. Filter gründlich reinigen, die Anwendung nach einigen Tagen wiederholen – nach zwei bis drei Zyklen bleibt das Wasser klar.

Mein Wasser schäumt – woran liegt das?

Weißer Schaum deutet auf Tenside hin: Reste von Duschgel, Shampoo, Waschmittel in der Badebekleidung oder ein nicht ausreichend gespülter Filter nach der Reinigung. Abhilfe: Filter sehr gründlich ausspülen, Badebekleidung nur mit klarem Wasser waschen, gegebenenfalls teilweiser Wasserwechsel.

Bräunlicher Schaum ist meist gelöster Biofilm aus dem Rohrsystem – typisch in den ersten Wochen nach der Umstellung.

Für welche Beckengrößen ist MyWater geeignet?

Der Hersteller nennt einen Bereich von rund 700 bis 2.000 Litern. Für Becken bis etwa 2.500 Liter lässt sich die Dosierung anpassen – sprechen Sie uns dazu bitte kurz an. Für Schwimmspas und Großbecken ist das System nicht vorgesehen.

Funktioniert MyWater auch im aufblasbaren Whirlpool?

Ja, sofern das Wasservolumen im genannten Bereich liegt und die Temperatur über 24 °C beträgt. Gerade aufblasbare Modelle profitieren stark, weil ihre Gebläseleitungen sehr anfällig für Biofilm sind.

Kann ich MyWater mit Chlor, Brom oder Aktivsauerstoff kombinieren?

Nein. Beim Umstieg von einem anderen Pflegesystem das Wasser wechseln und danach ausschließlich MyWater verwenden. Wurde bisher mit Chlor gearbeitet, stellen Sie die Chlorzugabe mit der ersten MyWater-Anwendung ein.

Brauche ich zusätzlich noch andere Pflegemittel?

Für die laufende Pflege nicht: MyWater übernimmt Desinfektion, Oxidation und Rohrpflege in einem Arbeitsgang, pH-Mittel sind für die Wirkung nicht erforderlich. Was bleibt, ist die mechanische Seite – Filter abspritzen und alle rund drei Monate wechseln sowie einmal jährlich Wasserwechsel mit Rohrreinigung.

Ersetzt MyWater den Filter?

Nein. Der abgelöste Biofilm und die organische Last müssen mechanisch aus dem Kreislauf. Die Filtration bleibt Teil des Konzepts – MyWater ist das chemische, der Filter das mechanische Element.

Ist MyWater für empfindliche Haut geeignet?

Das ist der Hauptgrund, aus dem sich Kundinnen und Kunden dafür entscheiden. Da keine Chloramine entstehen und im fertigen Badewasser kein freies Chlor vorliegt, entfallen die typischen Auslöser für gereizte Haut, brennende Augen und ausgebleichte Badebekleidung.

Mein Whirlpool ist neu – brauche ich das schon?

Ja. Biofilm entsteht innerhalb weniger Wochen. Wer von Anfang an konsequent behandelt, bekommt das Problem gar nicht erst. Bei einem neuen Becken vorab das Restwasser aus der Werksprüfung ablassen und einmal den Rohrreiniger einsetzen.

Was mache ich, wenn der Pool länger stillsteht?

Vor der Pause eine Behandlung durchführen und das Becken anschließend entleeren. Vor der Wiederinbetriebnahme frisches Wasser einlassen und erneut anwenden.

Greift MyWater Acryl, Dichtungen oder die Abdeckung an?

Bei bestimmungsgemäßer Anwendung nicht. Wichtig ist, die Abdeckung nach der Zugabe mindestens 15 Minuten offen zu lassen, damit sich das entstehende Gas nicht unter dem Deckel sammelt. Da der pH-Wert unverändert bleibt, entfällt zusätzlich die Materialbelastung durch ständiges Nachjustieren.

Wie lange reicht ein Set?

Rund 20 Anwendungen. Je nachdem, ob Sie wöchentlich oder alle zwei Wochen dosieren, entspricht das etwa fünf bis zehn Monaten.

Wohin mit dem Wasser beim Wasserwechsel?

Nach der Einwirkzeit ist kein aktiver Wirkstoff mehr im Wasser. Beachten Sie dennoch die Vorgaben Ihrer Gemeinde zur Ableitung von Badewasser.

Unsicher, ob MyWater zu Ihrem Pool passt?

Sagen Sie uns Modell, Wasservolumen und Betriebstemperatur – wir sagen Ihnen ehrlich, ob MyWater die richtige Wahl ist oder ob ein anderes System besser passt. Beratung von Menschen, die diese Pools selbst betreiben, nicht per Textbaustein.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. Angaben zu Anwendung, Wasservolumen und Dosierung nach Herstellerangaben; maßgeblich ist die dem Set beiliegende Anleitung.

Ihr dynamisches Snippet wird hier angezeigt ... Diese Meldung wird angezeigt, weil Sie weder einen Filter noch eine Vorlage zur Verwendung bereitgestellt haben

Was ist MyWater?

MyWater ist ein innovativer Spa-Wasserreiniger, speziell entwickelt, um Whirlpools und Außen-Jacuzzis effektiv und sicher zu pflegen – ohne Chlor. Im Gegensatz zu vielen angeblich „chlorfreien“ Produkten, die trotzdem Rückstände hinterlassen, ist MyWater wirklich vollständig chlorfrei und belässt das Wasser hautschonend und geruchlos.

(MyWater basiert auf der kontrollierten Freisetzung von Gas, wenn zwei Komponenten gemischt werden, wodurch Bakterien zerstört und Biofilm effizient entfernt werden.)

Warum MyWater der beste Reiniger ist

  • Echte Chlorfreiheit: Viele Produkte bezeichnen sich als chlorfrei, lassen jedoch Restchlor zurück. MyWater ist vollständig frei davon.
  • Biofilm-Beseitigung: MyWater dringt in Rohrleitungen und Düsen vor und entfernt angesammelte Biofilme – die Quelle hartnäckiger Rückstände.
  • Haut- & augenschonend: Da kein Chlor im Wasser verbleibt, treten keine Symptome wie rote Augen oder Hautjucken auf – ideal bei empfindlicher Haut
  • Umweltfreundlich & biologisch abbaubar: MyWater wurde so formuliert, dass es die Umwelt möglichst wenig belastet und einen sehr kleinen CO₂-Fußabdruck hinterlässt.
  • Nur ein Produkt nötig – keine ständigen Messungen: Du brauchst keine pH-Kontrollen oder zusätzliche Desinfektionsmittel. Einfach anwenden laut Anleitung.
  • Schonend für Technik: Anders als stark chlorhaltige Produkte greift MyWater nicht die Pumpen, Heizstäbe oder Rohrleitungen an – sondern unterstützt langfristig die Funktionstüchtigkeit.

Ja – MyWater hinterlässt keinerlei Chlorrückstände und ist 100 % chlorfrei. Viele andere Produkte behaupten es, aber bei genauer Messung bleiben Rückstände zurück.

In der Regel alle 1–2 Wochen. Bei intensiver Nutzung oder ungewöhnlicher Belastung kann die Frequenz angepasst werden.

Ja – MyWater wirkt in nahezu allen pH-Bereichen. Dennoch empfehlen wir einen pH zwischen 6,5 und 7,6, um Materialschäden zu vermeiden.  

Prüfe die Wasserhärte (erwünscht < 5 °dH). Wenn sie zu hoch ist, kann Trübungsbildung auftreten. Reinige außerdem eventuell vorhandenen Biofilm oder wechsle das Wasser.

Ja, das kann vorkommen, wenn pH oder Wasserhärte außerhalb der empfohlenen Werte liegen oder Rückstände von Reinigungsmitteln vorhanden sind. Prüfe die Werte und ggf. reinige die Rohrleitungen.  

Ja – da kein Chlor im Wasser verbleibt, treten keine Reizungen wie juckende Haut oder rote Augen auf.  

Wenn der Whirlpool neu ist und evtl. Wasserreste oder Fabrikrückstände vorhanden sind, raten wir zur Erstreinigung (z. B. mit Rohrreiniger), dann Wasserwechsel und erst danach MyWater-Einsatz.

Vor der Pause MyWater dosieren, 30 Minuten wirken lassen, Wasser entleeren, reinigen und Filter entfernen. Nach Neustart: Filter einsetzen, frisches Wasser einfüllen, MyWater dosieren.  

Nein – im Gegenteil: Da kein Chlor vorhanden ist, werden Heizelemente, Pumpen und Rohrleitungen nicht belastet, sondern langfristig geschützt.  

Wie sicher ist der Umgang mit MyWater?

Der Umgang ist sicher, wenn du die Anwendungshinweise beachtest: Komponenten zuerst mischen, nicht separat ins Wasser, Mischung im Freien, keine Gase einatmen, nicht in die Augen oder offenen Wunden bringen, Kindersicherung beachten.